Balkonbesuche Rubrik Wildpflanzen

Balkonbesuch: Bei Daniela in Berlin

Balkonbesuch bei Daniela in Berlin

Ihr erstes Bäumchen pflanzte Daniela als kleines Kind im Garten ihrer Mutter in Südafrika. Mit 28 Jahren in Berlin entdeckte sie dann die Liebe zur Wildblumen-Gärtnerei auf dem eigenen Stadtbalkon. Über 100 einheimische Pflanzen haben dort mittlerweile Einzug gehalten. Ihre Lieblinge: die Glockenblumen. Denn: „Für jeden gibt’s eine, die passt!“ In der Serie Balkonbesuche nimmt sie uns heute mit in ihr Naturparadies mitten in der Großstadt.

Mein Balkon und seine Ausstattung

Mein Südbalkon im ersten Stock in Berlin-Mitte ist etwa acht Quadratmeter groß und beherbergt mittlerweile rund 80 Pflanzgefäße mit 118 verschiedenen Pflanzen. Die Pflanzen am Geländer erhalten Vollsonne – im Sommer ungefähr von 11 Uhr bis 17 Uhr – und direkten Regen. Die Pflanzen am Boden genießen eher ein Halbschattenklima, während sowohl das Wandregal als auch ein großer Kübel am Eingang zum Balkon dem Standort “lichter Schatten” entsprechen.

Meine Ausrüstung ist sehr beschränkt. Abgesehen von mehreren Paaren Gartenhandschuhen und einer Gartenschere habe ich zwei Gießkannen auf dem Balkon: eine große 10-Liter-Kanne und eine kleine 2-Liter-Kanne für die kleineren Pflanzen. Ich habe noch nie Pflanzenschutzmittel verwendet, da ich großen Wert auf umweltfreundliches, Chemie-freies Gärtnern lege. Das bedeutete in den ersten beiden Jahren des Öfteren bodennahe Rückschnitte, Schädlinge per Hand abpulen und Zwiebel-Knoblauchtees für die Pflanzen zubereiten. Mittlerweile scheint sich jedoch ein kleines Ökosystem entwickelt zu haben, sodass ich schon im vergangenen Jahr gar keinen Handlungsbedarf mehr gesehen habe. Blattläuse ignoriere ich, denn die werden zuverlässig von anderen Insekten und Vögeln gefressen.

Pflanzgefäße und Bewässerung

Danielas Balkon im Juni 2020
Blick auf meinen sommerlichen Wildpflanzenbalkon mit großen und kleinen Pflanzgefäßen. Foto: Juni 2020

Wichtig finde ich die Wahl der Pflanzgefäße: Meine Balkonkästen habe ich nach dem ersten Balkonjahr durch die teurere Variante mit Wasserspeicher der Marke Lechuza ersetzt, die ich durch Zufall bei einer Freundin entdeckt hatte. Vorher hatte ich Standardkästen vom Baumarkt, ohne Wasserspeicher. Diese waren aber nach wenigen Monaten bereits „ausgeleiert“ und sahen billig aus, sodass ich mich für hochwertigere Kästen entschied. Meine Kästen sind 80 cm x 20 cm x 18 cm groß und fassen etwa zwölf Liter Erde. Da diese Kästen auch Regenwasser auffangen und speichern, muss ich sie selbst im Sommer maximal alle zehn Tage wässern und in den anderen Monaten  noch weniger.

Abgesehen von den Balkonkästen habe ich zwei Hochbeete aus Holz (70 cm x 35 cm x 25 cm) und viele Tontöpfe. Ich habe drei hohe Kübel aus Kunststoff (Durchmesser 35 cm x 60 cm hoch) und zwei große, schwere Keramiktöpfe (40 cm Durchmesser, 40 cm hoch und einmal 35 cm Durchmesser, 30 cm hoch). Die restlichen kleineren Töpfe sind aus Ton. Ein paar größere haben einen Durchmesser von 25 cm und sind 20 cm hoch, der Rest ist kleiner. Die beiden großen Keramiktöpfe wurden mir geschenkt und standen davor Jahre lang unbenutzt auf einem Nachbarsgrundstück herum – die hatten ihre Frostprobe schon hinter sich. Die restlichen Töpfe haben die Winter bisher auch gut überstanden, aber das war mehr Glück als Verstand.

Eine Bewässerungsanlage habe ich nicht, sondern habe meine Pflanzen an seltene, dann aber intensive Bewässerung gewöhnt. Im Hochsommer werden alle Pflanzen – mit Ausnahme der Balkonkästen am Geländer – einmal pro Woche gründlich gewässert und manche Pflanzen, etwa die in kleinen Töpfen, erhalten zusätzlich ein zweites Mal Wasser. Wenn ich verreise, übernehmen diese Aufgabe liebe Nachbarn oder meiner Schwester, die auch in Berlin wohnt.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Daniela und ihre Mutter pflanzen zusammen einen Baum. Foto: 1991
Die Leidenschaft fürs Gärtnern liegt in der Familie. Auf dem Foto sieht man mich als Kind zusammen mit meiner Mutter. Foto: 1991

Meinen grünen Daumen habe ich ohne Zweifel meiner Mutter zu verdanken. Ich hatte das große Glück, in einem Haus mit Naturgarten und fast ausschließlich heimischer Flora in Südafrika großgeworden zu sein. Das Thema Wildpflanzengarten rückte bis zu meinem 28. Lebensjahr weit in den Hintergrund meines Bewusstseins, bis ich umzog und zum ersten Mal einen eigenen Balkon hatte. Wie bei Anfängern so üblich besuchte ich den nächsten Baumarkt und stattete mich im Frühjahr mit Narzissen, überzüchteten Primeln, gefüllten Nelken und Geranien aus. Nachdem sich aus irgendeinem Grund zwei einzelne Honigbienen auf meinen Balkon verirrt hatten, wurde plötzlich und ziemlich eindrücklich etwas in mir wachgerüttelt und ich begann, mich mit dem Thema des Insektensterbens auseinanderzusetzen. Nach ein paar Misserfolgen (z. B. mit einer Fuchsie und einem Wandelröschen – beide überlebten den ersten Winter nicht) und der mangelnden Motivation, jeweils im Herbst und Frühling alle Töpfe auf dem Balkon umzurücken, landete ich bei der europäischen Flora und, per Zufall, bei Reinhard Witt.

Naturbalkon

Spatzen an der Vogeltränke von Daniela Berg.
Spatzen-Pool-Party an der Vogeltränke. Foto: Dezember 2020

Reinhard Witt spricht in seinem “Wildpflanzen-Topfbuch” genau die Probleme des traditionellen Balkons an, die ich selber auch erlebt hatte. Ich erkannte auf einmal, dass Wildpflanzen die optimalen Balkonbewohner sind. Sie sind in unserem Klima zu Hause, sie sind pflegeleicht und robust, und die heimische Insektenwelt ist auf diese Pflanzen ausgerichtet. Nun konnte mein Naturbalkon-Spaß beginnen.

Die Herausforderung des Balkongartens ist es, auf engem Raum eine möglichst große Vielfalt an Pflanzen zu haben, die über viele Monate blühen und um die man sich möglichst wenig kümmern muss. Insbesondere wenn man einen stressigen Beruf ausübt, soll einem der Balkon als Rückzugsort dienen, an dem man sich entspannen und erholen kann.

Mit einheimischen Pflanzen lockt man die heimische Tierwelt an, und wenn man sich angewöhnt genauer hinzuschauen, entdeckt man Lebensvielfalt und Schönheit an Orten, an denen man dies vorher nicht vermutet hätte. Wildpflanzen ziehen Insekten an, die wiederum Vögel anlocken. Lässt man die Saat im Sommer und Herbst stehen und stellt eine Vogeltränke auf, kann man Spatzen und Meisen bei Poolpartys und Distelfinken bei der Nahrungsaufnahme beobachten. Wildpflanzen bringen Leben auf den Balkon – sogar mitten in der Hauptstadt.

Meine Pflanzenauswahl

Eine ausführliche Liste meiner Pflanzen füge ich am Ende des Artikels als PDF bei. Seit dem Corona Lockdown im Frühjahr 2020 führe ich einen Balkonblog auf Instagram (@wasbluehtberlin) und experimentiere mittlerweile auch gerne mit Wildpflanzen. Ich teste sie auf Balkontauglichkeit, Trockenheitsverträglichkeit und Dauer der Blüte, um dann Empfehlungen weitergeben zu können. Aus diesem Grund kommt es bei mir zu einem höheren Pflanzenumsatz als nötig wäre, und ich verschenke Pflanzen auch häufig an Freunde, Kollegen und Nachbarn.

Wildpflanzen

Grundsätzlich kaufe ich, bis auf wenige Ausnahmen, nur einheimische Pflanzen. Wildpflanzen sind evolutionär auf die heimische Tierwelt abgestimmt und die Tierwelt wiederum auf Wildpflanzen. Man kann zwar mit manchen nicht-heimischen Nektarpflanzen grundsätzlich auch Bienen anlocken, aber wenn man genauer hinsieht, sind dies meist Honigbienen oder häufig vorkommende, unspezialisierte Wildbienen, die sich am Nektar bedienen. Von den in Deutschland heimischen Wildbienen sind etwa ein Drittel oligolektisch, das heißt, dass sie ausschließlich Pollen von einer bestimmten oder nah verwandten Pflanzenart sammeln. Meist sind diese Wildpflanzen für die weniger spezialisierten Insekten ebenfalls interessant. Mit bestimmten Wildpflanzen gelingt es also, sowohl die häufigen Bienen, als auch die etwas selteneren Wildbienen auf den Balkon beziehungsweise in den Garten zu locken. Automatisch entsteht ein eigenes kleines Ökosystem, selbst auf einem kleinen Balkon, und man fördert die Artenvielfalt, wenn auch nur in einem Mikrokosmos.

Abgesehen vom ökologischen Nutzen auf meinem eigenen Balkon konzentriere ich mich aber auch aus anderen Gründen auf Wildpflanzen: So mancher behauptet, dass die europäische Flora nichts zu bieten hätte und dass bunte Petunien, Rhododendren und die mexikanischen Dschungelpflanzen mit Riesenblüten viel spannender und pflegeleichter seien. Indem ich mitteleuropäische Pflanzen, die vielen nicht bekannt sind, fotografiere und in meinem Instagram-Blog zeige, versuche ich den Menschen nach und nach die Augen für die Schönheit unserer heimischen Flora zu öffnen. Zudem ist es auch sehr wichtig, dass vor allem die gefährdeten Wildpflanzen nicht in Vergessenheit geraten.

Hummel auf Gewöhnlichem Teufelsabbiss
Der Gewöhnliche Teufelsabbiss (Succisa pratensis) steht in einigen Bundesländern auf der Roten Liste. Foto: Juni 2020

Einjährig, zweijährig oder mehrjährige

Bei der Wahl der Pflanzen schaue ich als Erstes darauf, ob sie einjährig, zweijährig oder mehrjährig sind. Am praktischsten finde ich die Mehrjährigen, denn wenn sie sich an ihrem Standort wohlfühlen, bleiben sie einem viele Jahre erhalten. Somit spart man sich den jährlichen Neukauf.

Seit zwei Jahren säe ich ebenfalls Einjährige zwischen die mehrjährigen Stauden. Ich nehme keine Mischung, sondern säe gezielt Kornrade (Agrostemma githago), Kornblume (Centaurea cyanus), Erdrauch (Fumaria officinalis), Klatschmohn (Papaver rhoeas) und Ackerrittersporn (Consolida regalis). Diese kommen aber bereits im März, ohne System, einfach in die Töpfe, in die Balkonkästen und in die Hochbeete und dann werden sie vergessen und ignoriert. Dann schaue ich was passiert. Zwischen die Kräuter kommt ebenfalls Borretsch (Borrago officinalis), der sehr schön und lange blüht. Ich habe keinen Topf nur mit Einjährigen, denn es würde mich stören, wenn ich die ersten Monate nur einen Topf mit Keimlingen anschauen könnte. Das ist aber Geschmackssache.

Kornrade
Diese einjährige Kornrade ist zwischen den Stauden zur Blüte gekommen. Foto: Juli 2020

Spannend wird es bei den Zweijährigen, die im ersten Jahr nur eine Rosette bilden, im zweiten Jahr blühen und dann absterben. Da ich auf den zweijährigen Natternkopf (Echium vulgare) grundsätzlich nicht verzichten möchte – denn er ist für viele Insekten nützlich, hat eine sehr lange Blütezeit und ist, abgesehen davon, auch noch ausgesprochen hübsch – hat diese Pflanze als einzige Zweijährige immer einen Platz auf meinem Balkon. In den letzten drei Jahren hatte ich immer einen kleinen, frisch gesäten Natternkopf in einem kleinen Topf (max. drei Liter) parallel zu einem blühenden Natternkopf im zweiten Jahr Im darauffolgenden Frühjahr kam dann der kleine Natternkopf in den größeren Topf und es wurde wieder ein neuer ausgesät. Ob ich das langfristig so weitermache, weiß ich allerdings noch nicht.

In diesem Jahr (2021) kamen die Zweijährigen Wilde Möhre (Daucus carota), Wilde Karde (Dipsacus fullonum) und der Muskattellersalbei (Salvia sclarea) neu hinzu, da sie für Insekten sehr interessant sind und ich sie auf Balkontauglichkeit testen möchte. Diese habe ich allerdings als fertige Pflanzen gekauft.

Blütezeit

Das nächste Kriterium in meiner Pflanzenauswahl ist die Dauer der Blüte. Egal wie schön die Pflanze blüht – weder ich noch die Insekten haben etwas davon, wenn sie nur an zwei von 52 Wochen im Jahr blüht, da sie dann wertvollen Platz „verschwendet“.

Über die einzelnen Pflanzen erkundige ich mich auf den Seiten der Gärtnereien selbst (z. B. bei der Wildpflanzengärtnerei Strickler oder Hof-Berggarten) sowie bei floraweb.de. Somit versuche ich beim Pflanzenkauf darauf zu achten, dass die Staude mindestens zwei Monate lang blüht. Erfahrungsgemäß heißt es jedoch: Ausprobieren. Beispielsweise soll der Rote Fingerhut (Digitalis purpurea) drei Monate lang blühen – bei mir waren es nur zwei Wochen. Die Wiesenwitwenblume (Knautia arvensis) hingegen soll nur zwei Monate lang blühen, bei mir waren es (durch Rückschnitte) jedoch insgesamt fast sechs Monate.

Ebenso finde ich es wichtig, dass die Gesamtblüte auf meinem Balkon so lange wie möglich geht. Das heißt, im März sollen die Zwiebeln den Frühling einläuten und die Herbstblüher sollen möglichst im November noch zu sehen sein. 2020 hatte ich sogar im Dezember noch vereinzelte Blüten auf dem Balkon, zum Beispiel von der Rundblättrigen Glockenblume (Campanula rotundifolia).

Trockenheitstoleranz

Ich habe einen Südbalkon, das bedeutet, dass im Sommer die pralle Sonne gnadenlos auf meine Pflanzen scheint. Nun habe ich über 100 Pflanzen und wenn diese nicht einigermaßen trockenheitsverträglich wären, könnte ich neben dem Gießen nichts Weiteres mehr unternehmen. Deshalb achte ich bei meiner Pflanzenwahl auf trockenheitsliebende Pflanzen.

Ganz begeistert bin ich zum Beispiel vom Thymian (Thymus vulgaris und Thymus serpyllum), dem Lavendel (Lavandula angustifolia) und meinen verschiedenen Sedum-Arten (Sedum telephium, Sedum album, Sedum sexangulare), denn sie leben bei mir alle in kleinen und flachen Gefäßen und brauchen trotzdem maximal nur einmal pro Woche Wasser. Auch mein Lavendel (Lavandula angustifolia) und meine Katzenminze (Nepeta faassenii „Walkers Low“) sind ausgesprochen trockenheitsresistent.

Honigbiene auf Sedum telephium im Oktober 2020
Honigbiene auf der Hohen Fetthenne (Sedum telephium), einem wertvollen Spätblüher. Foto: Oktober 2020

Die einzigen Pflanzen, die die es gerne bei mir etwas feuchter mögen – Blutweiderich (Lythrum salicaria), Teufelsabbiss (Succisa pratensis), Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) und der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) – wachsen in Kübeln bzw. Kästen mit Wasserspeicher, weshalb auch diese nur einmal pro Woche Wasser erhalten.

Tops & Flops

Aller Anfang ist schwer und ich hatte viele, viele Flops bevor ich die Wildpflanzen entdeckte: Aus meinem ersten Pflanzjahr steht kaum noch etwas – nur die einheimischen Pflanzen, die ich 2017 im Herbst nach meiner “Witt’schen Erkenntnis” kaufte. Die Primeln, Nelken und Veilchen aus dem Baumarkt überlebten keine zwei Monate bei mir. Das schöne Wandelröschen, der Mini-Sommerflieder und die Fuchsie schafften den Winter nicht, der Winterjasmin fand den Topf zu klein und die Supermarkt-Clematis verkümmerte elendig. Auch meinen ersten Lavendel brachte ich mit großzügigen Dünger- und Wassergaben um.

Obwohl die Flops mit der Zeit weniger wurden, hört die Lernkurve wohl nie auf. Aus irgendeinem Grund haben sich beispielsweise die Zwerg-Glockenblume und die Hundszunge bei mir unwohl gefühlt – sie verkümmerten. Mein Geißblatt fühlte sich auch nicht wohl. Mit Fenchel hatte ich kein Glück, ebensowenig bisher mit einer Zwerghimbeere. Nach der dritten Pflanze gab ich auf.

Pflanzen, die ich in nach meiner besagten Naturbalkon-Erleuchtung kaufte und die seit 2017 immer noch leben, sind die Salvien (Salvia nemorosa), die Hängepolster-Glockenblume (Campanula poscharskyana), die Kleinblütige Bergminze (Calamintha nepeta), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Thymian (Thymus vulgaris), die Schlehe (Prunus spinosa) und die Winterheckenkirsche (Lonicera purpusii).

Ein Schmetterling hat die Bergminze entdeckt.
Ein Schmetterling hat die Bergminze entdeckt. Foto: Juli 2017
Eine Schwebfliege freut sich über das Blütenangebot der Heckenkirsche im Frühjahr.
Eine Schwebfliege freut sich über das Blütenangebot der Heckenkirsche im Frühjahr. Foto: März 2021

Besonders zu erwähnen sei hier die Wegwarte (Cichorium intybus), die ich 2017 nach dem Kauf meines ersten Hochbeetes pflanzte. Zwei Jahre später wollte ich umplanen und diese Pflanze in den Garten aussetzen – das war jedoch unmöglich, da die Wurzel sich horizontal im Hochbeet festgebissen hatte und ich das Hochbeet hätte auseinanderbauen müssen. Somit beschloss die Pflanze selbst, dass sie eine Dauerblüherin bei mir werden sollte – mit großem Erfolg, denn sie blühte 2020 bereits in der vierten Saison und treibt nun im Frühling 2021 wieder aus. Mittlerweile hat sie sich sogar in einen Balkonkasten ausgesät, wo sie eigentlich wirklich nicht hingehört.

Wegwarte mit Wildbiene im Juli 2020
Lebt schon im fünften Jahr bei mir: die Wegwarte – hier mit Wildbienenbesuch. Foto: Juli 2020

Meine Pflanzen

Eine ausführliche Liste meiner Balkonpflanzen findet sich am Ende des Artikels als PDF-Datei zum Herunterladen. Meine 118 Pflanzen liebe ich alle und alle haben für mich einen Sinn. Meine Lieblinge als Balkonbewohner würde ich jedoch anhand der Blütezeit und des ökologischen Nutzens sowie der Pflegeleichtigkeit und Ästhetik aussuchen:

1. Glockenblumen

Glockenblumen (Campanulae) sind meiner Meinung nach ein Muss für jeden Naturbalkon, da es zahlreiche Wildbienen gibt, die sich ausschließlich von Glockenblumen ernähren. Hierzu gehören zum Beispiel einige seltene und gefährdete Sandbienen, die Glockenblumen-Scherenbiene, die Glockenblumen-Schmalbiene oder die Glockenblumen-Sägehornbiene. Zusätzlich erfreuen sie auch viele andere Bienen und Hummeln, die von ihnen jedoch nicht abhängig sind. Abgesehen von ihrem ökologischen Nutzen finde ich Glockenblumen wunderhübsch und war erstaunt als ich erfuhr, wie viele verschiedene heimische Glockenblumen es gibt – unter den Glockenblumen findet jeder eine, die für ihn passt, denn es gibt sie in groß, in klein, für die Sonne und für den Schatten.

Meine beiden Favoriten für den Südbalkon sind die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia) und die Pfirsichblättrige Glockenblume (Campanula persicifolia). Erstere ist klein und zierlich und wohnt bei mir sowohl im Balkonkasten als auch in Kübeln. Sie ist pflegeleicht und blühte Ende Dezember (seit etwa Juni) teilweise immer noch.

Meine Pfirsichblättrige Glockenblume hat ebenfalls von Mai bis etwa September/Oktober durchgehend geblüht – bei beiden Glockenblumen habe ich bis zum Spätsommer regelmäßig Verblühtes entfernt. Die Hängepolsterglockenblume (Campanula poscharskyana) ist zwar nicht einheimisch, wohnt bei mir aber bereits seit 2017 in einem Balkonkasten. Das Bergbohnenkraut, mit dem sie sich ursprünglich den Kasten teilte, wurde bereits von der Glcokenblume verdrängt, sodass sie nun alleine in einem Kasten wohnt. Auch die Hängepolsterglockenblume ist bei vielen Insekten sehr beliebt. Die Nesselblättrige Glockenblume (Campanula trachelium) die ich aus Saat gezogen habe, hat einen großen Topf im schattigen Bereich meines Balkons erhalten. Neu hinzugekommen ist 2021 die Acker-Glockenblume , die sich mit einem Ehrenpreis (Veronica longifolia) den Topf teilt.

Eine Schwebfliege speist in der Blüte einer Pfirsichblättrigen Glockenblume
Eine Schwebfliege speist in der Blüte einer Pfirsichblättrigen Glockenblume. Foto: Juni 2020

2. Flockenblumen

Es gibt viele verschiedene Flockenblumen (Centaureae), die sich auf meinem Balkon ein wenig in ihrer Größe und Blütezeit unterscheiden: als erstes blüht die Wiesenflockenblume (Centaurea jacea), die nach einem Sommerrückschnitt remontiert. Anschließend blüht die schwarze Flockenblume (Centaurea nigra) und als letztes erscheinen bei mir die leuchtenden großen Blüten der Skabiosenflockenblume (Centaurea scabiosa), meiner größte Flockenblume, die tapfer bis weit in den Herbst blüht. Letztere sowie meine Wiesenflockenblumen habe ich aus Saat gezogen, beziehungsweise direkt in den Balkonkasten gesät. Flockenblumen sind eine wichtige Futterquelle für zahlreiche Insekten, die auch gerne mehrere Minuten am Stück auf den Blüten verweilen.

Hummel auf einer Wiesenflockenblume
Hummel auf einer Wiesenflockenblume. Foto: Juni 2020

3. Ehrenpreis

Ehrenpreis (Veronica) gehört zu meinen Lieblingspflanzen. Mit seinen leuchtend blauen und lila Blüten ist er auf dem Balkon sehr dekorativ und für Insekten ein Magnet. Den Langblättrigen Ehrenpreis (Veronica longifolia) fand ich immer schon wunderschön und 2020 schaffte er es endlich auf meinen Balkon, ebenso wie der Ährige Ehrenpreis (Veronica spicata), der in einem Balkonkasten in der Vollsonne gut gedeiht.

Da ich mit dem Waldehrenpreis (Veronica officinalis) auf der schattigen Terasse meiner Nachbarin viel Erfolg hatte, habe ich mir diesen auch gekauft und in einen großen Kübel im lichten Schatten gepflanzt. Er wächst überhängend, was ich sehr hübsch finde. Zusätzlich habe ich in kleinen Kübeln und Tonkästen noch den Großen Ehrenpreis (Veronica teucrium), den Zwerg-Ehrenpreis (Veronica stelleri) und den Niederliegenden Ehrenpreis (Veronica prostrata), der nach einer Eingewöhnungsphase auch mit dem sehr kleinen Gefäß in der prallen Sonne gut zurechtkamen.

Hummel auf Veronica spicata
Eine Hummel zu Gast am Ährigen Ehrenpreis. Foto: Juni 2020

4. Wiesenwitwenblume

Die Wiesenwitwenblume (Knautia arvensis) gehört ebenfalls zu meinen Balkonfavoriten. Im Jahr 2020 zeigte sich die erste Blüte Ende April und die letzte war erst Ende September verblüht. Aus irgendeinem Grund kam Anfang Dezember sogar plötzlich noch eine einzelne Blüte. Die Wiesenwitwenblume habe ich 2019 in Balkonkästen gesät und mich nicht weiter darum gekümmert. Von der Staude habe ich drei oder vier, die den ganzen Sommer Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge anziehen. Die Pflege beschränkt sich bei mir auf das Entfernen von Verblühtem, sowie etwa alle ein bis zwei Wochen Wasser.

Knautia arvensis
Die pflegeleichte Wiesenwitwenblume (Knautia arvensis) lockt viele Insekten an. Foto: August 2020

5. Salbei

Der Steppensalbei (Salvia nemorosa) scheint sich auf meinem Balkon recht wohl zu fühlen und wohnt sowohl in meinen Hochbeeten als auch in einem Balkonkasten. Den Wiesensalbei (Salvia pratensis) habe ich aus Saat gezogen und, auf Grund seiner Größe, in einen etwas größeren Tontopf umgepflanzt. Beim Steppensalbei schneide ich etwa Ende Juni das Verblühte einmal ab, um eine Zweitblüte zu fördern. In seiner Blütezeit ist der Salbei ein Bienenmagnet und sieht auch toll aus.

Hummel auf Salvia nemorosa
Hummel auf Steppensalbei (Salvia nemorosa). Foto: Juni 2020

6. Blutweiderich

Der Blutweiderich (Lythrum salicaria) ist eine schöne, üppig blühende Wildpflanze, die mit ihrer Blütezeit beginnt, wenn diese bei vielen anderen bereits vorbei ist. In einem leuchtenden Rosa strahlt der Blutweiderich während des gesamten Sommers bis in den Herbst und zieht viele Wildbienen an – die hüpfen hier jedoch so schnell von Blüte zu Blüte, dass das Fotografieren erheblich erschwert wird. Auch der Blutweiderich steht gerne feucht, weshalb er bei mir sowohl in einem großen Kübel mit Wasserspeicher als auch in einem Eimer ohne Abflussloch steht. Etwa wöchentlich fülle ich den Wasserstand auf. Der Blutweiderich kommt übrigens sowohl in der Vollsonne (ausreichend Wasser vorausgesetzt) als auch im lichten Schatten zurecht. Bei einer Freundin gedeiht er sogar im Balkonkasten!

Blutweiderich
Blutweiderich – ein Hingucker im Hochsommer. Foto: August 2020

7. Wegwarte
Die bereits erwähnte Wegwarte (Cichorium intybus) steht bereits seit vier Jahren auf meinem Balkon. Sie kann bis zu 100 cm groß werden und hat eine Pfahlwurzel – trotzdem gedeiht sie in meinem Hochbeet gut und hat bisher jeden Sommer üppig geblüht. Die Wegwarte scheint sehr anpassungsfähig zu sein, denn ihre Pfahlwurzel verläuft bei mir aus Platzgründen im Hochbeet horizontal. Diese mehrjährige Pflanze öffnet ihre Blüten von Juni bis Oktober morgens und bietet Insekten am Vormittag reichlich Pollen und Nektar. Am frühen Nachmittag schließt sie ihre Blüten jedoch wieder. Die einzelnen Blüten sind sehr kurzlebig, aber die Staude bildet immer fleißig Neue. Die Wegwarte ist sehr anspruchslos und kommt sowohl mit trockenem als auch etwas feuchterem Boden gut zurecht.

Wegwarte
Eine Berliner Wildbiene nutzt das Blütenngebot der Wegwarte am Vormittag. Foto: Juli 2020

8. Natternkopf

Der Natternkopf (Echium vulgare) ist eine der wenigen zweijährige Pflanzen auf meinem Balkon und gehört zu meinen Favoriten unter den Spätblühern (blüht etwa Juni bis Oktober). Bei mir wachsen parallel ein ausgesätes Exemplar in einem kleinen Topf (im ersten Jahr lediglich eine Blattrosette), sowie eine weitere Pflanze im zweiten Jahr. Dieses Insektenmagnet zieht nicht nur Hummeln, sondern auch einige Schmetterlinge an. Der Natternkopf kommt hervorragend mit Trockenheit zurecht und eignet sich somit gut für den Südbalkon.

Grünaderweißling trinkt am Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare)
Grünaderweißling trinkt am Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare). Foto: Juli 2020

9. Moschusmalve

Vor zwei Jahren habe ich drei verschiedene Malven (Malva alcea, Malva sylvestris und Malva moschata) auf dem Balkon gezogen. Die Aussaat hat so gut funktioniert, sodass ich mehrere Exemplare in unseren Innenhof auspflanzen und noch eine Pflanze für meinen Balkon behalten konnte. Meine Malve habe ich 2019 von einem sehr kleinen Topf in einen der hohen Kunststofftöpfe umgepflanzt, woraufhin man ihr nahezu beim Wachsen zuschauen konnte. Im Sommer (sie blüht von Juni bis September) ist sie förmlich in eine Blütenpracht explodiert und lockte über Monate vor allem Hummeln an.

Hummel in Moschusmalve
Erdhummel in einer Moschusmalve. Foto: Juli 2020

10. Kräuter

Erwähnt werden müssen die Kräuter für den Südbalkon. Am wenigsten Aufmerksamkeit erhalten bei mir der Thymian (Thymus vulgaris) und der Rosmarin (Rosmarinus officinalis), die beide seit Jahren auf meinem Balkon wachsen und mit ihren hübschen zierlichen Blüten viele Insekten anziehen. Auch der Borretsch (Borrago officinalis, einjährig) blüht den ganzen Sommer bis in den Herbst (sogar im Dezember hatte ich noch vereinzelte Blüten!).

Viele Kräuter mögen Vollsonne, wenig Nährstoffe und wenig Wasser, was sie zu ausgezeichneten Pflanzen für Anfänger mit einem Südbalkon macht. Basilikum (Ocimum basilicum) ist zwar in Mitteleuropa nicht heimisch und nur einjährig, dennoch ist er eine unkomplizierte Bienenweide und auch für uns lecker. Ebenso ist die Minze (Mentha x piperita) ein Insektenmagnet und gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten.

Hummel in Borretschblüte
Hummel in Borretschblüte. Foto: Juli 2020

Meine bevorzugten Gärtnereien

Die meisten Baumärkte führen nur wenige einheimische Pflanzen und ich persönlich bin auch bei den “Bio-Pflanzen” aus dem Baumarkt skeptisch, ob diese Chemie-frei gezogen sind. Meine Lieblingsgärtnereien für Wildpflanzen und Saatgut sind die Wildpflanzengärtnerei Strickler, Stauden Spatz und Frank, Hof-Berggarten, Syringa-Pflanzen und, vor allem für Blumenzwiebeln, die Staudengärtnerei Gaißmayer

Nisthilfen

Mit Nisthilfen habe ich mich 2020 zum ersten Mal befasst. Da man mit Nisthilfen für Bienen offensichtlich recht viel falsch machen kann, wollte ich mir erst nach ausführlichen Recherchen eine zulegen. Wie es der Zufall so wollte, bekam ich dann von einer Freundin eine gute Nisthilfe geschenkt und dieser Holzklotz hängt seit Anfang 2020 an meiner Wand. Im Frühjahr zogen auch direkt zwei Mauerbienen ein und noch eine kleine Biene, die ich nicht bestimmen konnte.

Nisthilfe
Nisthilfe aus Holz mit horizontalen Bohrungen in verschiedenen Größen. Foto: 5. Mai 2021

Ebenso nahm ich markhaltige Stängel, zum Beispiel von der Himbeere und vom Sommerflieder aus unserem Innenhof, und befestigte diese einzeln, senkrecht an meinem Balkongitter. Binnen kürzester Zeit waren hier in mehrere Stängel Insekten eingezogen, zum Beispiel eine Grabwespe.

Grabwespe in markhaltigem Stängel
Eine Grabwespe nistet in einem Stängel einer Buddleja, der als Nisthilfe angeboten wird.

Ich räume den Balkon einmal im Frühjahr auf, möglichst nachdem alle Insekten schon geschlüpft sind, damit nichts verkommt. Aber während des restlichen Jahres werden Töpfe möglichst wenig bewegt. Somit ist es auch schon vorgekommen, dass Nachtfalter sich hinter/unter Töpfen eingerichtet haben, die ich aus Versehen aus dem Versteck gelockt habe. Dagegen habe ich natürlich nichts – der Balkon soll ja leben!

Substrat und Dünger

Bezüglich Substrate/Erde bin ich noch nicht ausreichend informiert und noch nicht komplett zufrieden. Ich lege großen Wert auf torffreies Substrat, da das Sammeln von Torf die Hochmoore zerstört. Außerdem kommt man auch wunderbar ohne Torf aus. Die optimale Pflanzenerde habe ich für mich jedoch noch nicht gefunden und werde mich in Zukunft mit einer eigenen Mischung befassen.

Bisher wachsen meine Pflanzen in einer ganz normalen torffreien Bio-Blumenerde. In manche Töpfe und Kästen habe ich eine Handvoll Sand untergemischt und in meine Hochbeete ein wenig Blähton und Kies, in der Hoffnung, dass so mehr Wasser gespeichert wird, bzw. die Wurzeln etwas von der Sonne geschützt werden. Auf manche Töpfe und die Hochbeete habe ich 2020 ebenfalls Kies zwischen die Pflänzchen gebracht – quasi als Mulch-Schicht, um das Verdunsten von Wasser etwas einzudämmen.

Dünger benutze ich bisher gar nicht, nur meine Tomatenpflanze erhielt ab und an ein wenig Bio-Dünger. Wenn ich das Gefühl habe, dass meine Pflanzen von Dünger profitieren würden, gibt es eine Portion Wurmhumus. Entweder bekomme ich von einer Freundin, die selber Kompostwürmer hat, Wurmtee oder ich kaufe Wurmhumus von wurmidee.de. Man braucht hiervon immer nur sehr wenig und meine “Magerpflanzen” haben auch erst nach drei Jahren zum ersten Mal eine kleine Portion bekommen als ihre Motivation üppig zu blühen etwas nachließ.

Was denken die Leute von mir?

Ich denke schon, dass einige Leute etwas verwundert waren, als ich plötzlich und ohne Vorwarnung anfing, mich mit Wildpflanzen und Wildbienen zu befassen und meinen Balkon voll zu pflanzen. Die meisten Leute in meinem Umfeld haben sich aber recht leicht überzeugen lassen und achten mittlerweile auch mehr auf naturnahe Bepflanzung. Da das Balkongärtnern mit Wildpflanzen auch viel nachhaltiger, pflegeleichter und insbesondere kostengünstiger ist als der traditionelle Balkon, ist es meist nicht mehr schwer, Leute davon zu überzeugen. Viele geben auch zu, dass der Anblick der kleinen dicken Hummeln, die sich aufgeregt im Pollen-Pool baden, einen schmunzeln lässt und die Laune verbessert.

Sicherlich finden viele meiner Freunde und Nachbarn meinen Balkon zu voll – ist er wahrscheinlich auch, aber in meinen Augen ist das Summen und Vogelgezwitscher wertvoller als die Möglichkeit mit vielen Leuten ausgiebige Balkonpartys feiern zu können. Während des Corona-Lockdowns war meine Balkonoase Gold wert und ich bekam immer ein “Urlaubsfeeling”, wenn ich mich auf mein Balkonsofa legte und den Spatzen zuschaute, wie sie entweder meine Nelken zerpflückten oder sich an der Vogeltränke vergnügten.

Insekten auf meinem Balkon

Manche Arten konnte ich selbst identifizieren, manche wurden über Instagram von anderen Menschen bestimmt (überwiegend von @der_wildbienenfluesterer, @mementonature, @2nichtgut, @bienengartenberlin, @gartenwildnis_agasul und anderen).

– Honigbiene
– Dunkle Erdhummel
– Wiesenhummel
– Steinhummel
– Ackerhummel (Bombus pascorum)
– Baumhummel (Bombus hyonorum)
– Rostrote Mauerbiene (Osmia cornuta)
– Rote Mauerbiene (Osmia bicornis)
– Maskenbiene (Hylaeus leptocephalus)
– Garten-Blattschneiderbiene
– Furchenbiene allg.
– Gelbbindige Furchenbiene
– Dunkelgrüne Gold-Schmalbiene
– Zweifarbige Sandbiene
– Schmalbienen allg.
– Glockenblumen-Scherenbiene
– Mistbiene
– Große Sumpfschwebfliege
– Gemeine Waldschwebfliege
– Hummel-Waldschwebfliege (?)
– Gemeine Breitstirnkopffliege
– Narzissen-Schwebfliege (Merodon equestris var. validus)
– Breitkopfstirnfliege oder so
– Hain-Schwebfliege
– Großkopfschwebfliege (Scaeva cf. selenitiva)
– Großstirn-Schwebfliege
– Grabwespe (Gattung Pemphredon)
– Bienenjagende Knotenwespe
– Töpferwespe
– Krabbenspinne
– Zweipunkt-Marienkäfer
– Goldglänzender Rosenkäfer
– Admiral
– Tagpfauenauge
– Grünaderweißling
– Kohlweißling
– Hausmutter
– Grauer Zwergspanner
– Südlicher Zwergspanner

Vögel:
– Amsel
– Spatz
– Blaumeise
– Kohlmeise
– Distelfink

Pflanzliste (Stand Mai 2021)
Pflanzliste hier als PDF herunterladen


Auszeichnung: BeeBetter Award 2020, Sonderpreis für Engagement auf kleinstem Raum

Der BeeBetter Award wird jährlich von der Burda Stiftung vergeben. Es gibt verschiedene Kategorien (Institutionen, Landwirtschaft, Jugend und Bildung, Private Initiativen und einen Sonderpreis), für die man sich berwerben kann. Die Initiative #beebetter steht unter der Schirmherrschaft von Julia Klöckner und wird sowohl von einigen Prominenten als auch von Partnern (Umweltschutzverband WWF und dem Unternehmen Neudorff) unterstützt. BeeBetter Award 2020

Links & Kontakt
Instagram-Account Daniela: @wasbluehtberlin
Instagram-Account Brigitte (Mutter von Daniela): @medplantsandpollinators
E-Mail Daniela: danielaberg@ymail.com

4 Kommentare zu “Balkonbesuch: Bei Daniela in Berlin

  1. Falk Einenkel

    Hallo,

    dein Balkon gefällt mir richtig gut. Ich habe leider keinen, aber einen Naturgarten, worin ich viele deiner wilden Schönheiten pflege. Was machst du im Winter mit den Kästen und Kübeln? Lässt du die auf dem Balkon stehen?
    Ich kann mir vorstellen, dass Frost das ein oder andere Pflanzgefäß sprengt.
    LG Falk

  2. Auf jedem Blümchen hockt ein Insekt. Eine grüne Oase in der Stadt. So schön! Man möchte grad Ferien machen da. 🙂 Liebe Grüsse von Regula

  3. Natascha

    Ein sehr schöner Beitrag mit vielen Anregungen! Für alle Berliner: Als weitere Bezugsquelle für heimische (und andere) Stauden kann ich auch die Staudengärtnerei Foerster in Potsdam sehr empfehlen. Auch ein Besuch in dem nebenan liegenden Schaugarten von Karl Foerster ist immer einen Ausflug wert!

  4. Danke für den wunderbaren Beitrag! Ich habe viele Anregungen bekommen und werde von der Pflanzliste einiges bestellen und einsetzen!

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