Balkon-Rundgang im Herbst

Die Uhr ist auf Winterzeit umgestellt, die Teekanne dampft. Der Herbst ist da und bald kommt der Winter. Heute gibt es zum Abschied vom langen sonnigen und warmen Oktober einen Bilderrundgang zu bunten Blättern, späten Blüten und Getier.

Dieser Wilde Mauerwein ist bereits sechs Jahre im Topf. Die Blätter färben sich im Herbst leuchtend rot, bevor sie dann herunterfallen. Die Sorte ist nicht ganz geklärt. Auf dem Schild des Gartencenters stand Parthenocissus quinquefolia ‚Engelmannii‘. Es haben sich aber widersprüchliche Dinge ereignet: Das Gartencenter hat uns den Wein als „rankend ohne Haftscheiben“ verkauft. Dabei ist Engelmannii überall als Selbstklimmer mit Haftscheiben angegepriesen. Wir haben dem Verkäufer auf jeden Fall geglaubt und der vermeintliche Engelmannii macht nun wirklich so gut wie keine Haftscheiben, sondern rankt seit sechs Jahren brav an seinem Rankgitter entlang. Also, entweder die Pflanze war falsch ausgezeichnet und es ist gar kein Engelmannii oder es gibt auch Engelmanii-Pflanzen, die doch keine Haftscheiben bilden. Die Rundblättrige Glockenblume im Vordergrund hatte ich Mitte Juli nach der ersten Blüte zurückgeschnitten und danach blühte sie ein zweites Mal ab September, ausdauernd und lieblich wie eh und je.

Wilder Wein Herbstfärbung und Rundblättrige Glockenblume
Wahrscheinlich: Wilder Mauerwein „Engelmannii“ (Parthenocissus quinquefolia E.)  und die Rundblättrige Glockenblume (Campanula rotundifolia). Foto: 5. Oktober.

Die Früchte des ominösen Mauerweins sind nachtblau und hängen an leuchtend roten Stielen. Auch sehr hübsch. Normalerweise werden die alle von Amseln gefuttert, aber bisher hat sich noch keine blicken lassen.  Ich hoffe, dass sie nicht am Usutu-Virus gestorben sind, sondern einfach noch keine Lust auf meine Beeren haben.

Wilder Wein - Beeren
Wilder Wein mit reifen Beeren an roten Stielen. Foto: 5. Oktober.

Der Wilde Wein auf dem nächsten Foto ist dieses Jahr die erste Saison im Topf bei mir.  Er wurde von uns als Rankender Mauerwein (Parthenocissus inserta) gekauft und verhält sich auch so, er rankt und macht keine Haftscheiben. Ich habe gleich mehrere Pflanzen gekauft, um den Amseln mehr Beeren anzubieten und das Schauspiel auch auf dem Bürobalkon zu genießen, wie sie eine Beere nach der anderen pflücken. Nun gibt es dieses Jahr an den neuen Pflanzen keine Beeren. Wie kommt das?

Ich habe beim Lieferanten, der Baumschule Lothar und Dieter Sachs in Radebeul, angerufen und besorgt nachgefragt, ob das vielleicht eine Art sei, die keine Früchte entwickeln würde. Bei den Stauden gibt es ja auch welche, die steril sind, weil nicht gewünscht ist, dass sich die Pflanze unkontrolliert versamt. Ein Beispiel ist die Sorte Katzenminze Nepeta x faassenii ‚Walkers Low‘. Es könnte ja auch sein, dachte ich mir, dass es Menschen gibt, die keine Beeren wollen, weil sie vielleicht im Hof unschöne Flecken geben, wenn sie zertreten werden.

Mir wurde jedoch von der Baumschule erklärt, Parthenocissus inserta würde ganz sicher Früchte bilden, aber als Neuankömmlinge auf dem bayerischen Balkon, hätten die Pflanzen wahrscheinlich erst mal Wurzeln gebildet und die Blüte ausgelassen. Jetzt muss ich halt ein Jahr abwarten. Gärtnern erfordert sehr viel Geduld!

Wilder Wein (P. inserta) , Herbstfärbung - ohne Beeren
Wilder Wein, Rankende Jungfernrebe (Parthenocissus inserta), mit Herbstfärbung – ohne Beeren. Foto: 10. Oktober

Bis in den Oktober hinein haben noch mehrere Pflanzen geblüht, auch wenn ich vergessen hatte, vor einem zweiwöchigen Urlaub die Bewässerungsanlage anzuschalten. Das Laub einiger Stauden war vertrocknet, aber nach dem Rückschnitt haben sie fast alle wieder ausgetrieben. Aber meine Asternblüte war für diesen Herbst dahin.

Welche Blüten waren nun noch im Angebot?

Ein Abkömmling der Echten Bergminze (Calamintha sylvatica ), die sich selbst in den Blumenkasten ausgesät hat, blüht noch heute und wurde noch von einer Erdhummel und Honigbiene besucht.

Echte Berminze
Echte Bergminze (Calamintha sylvatica ), eigene Produktion. Foto: 10. Oktober.

Die blühende Gewöhnliche Grasnelke (Armeria maritima) habe ich in der Staudengärtnerei im September mit den Blüten gekauft. Sie wurden ein paar Tage regelmäßig von hungrigen Feldwespen besucht. Eine Feldwespe im Anflug kann man auch auf dem großen Titelfoto oben sehen.

Feldwespe auf Grasnelke
Feldwespe auf Gewöhnlicher Grasnelke (Armeria maritima). Foto: 10. Oktober.

Diese Skabiosen-Art, Scabiosa agrestis, habe ich schon im Beitrag „Blütenrundgang im Hochsommer“ vom 11. August belobigt. Aufgeblüht ist sie am 12. Juli. Nach blütenreichen drei Monaten war am 10. Oktober noch eine letzte Blüte im Angebot.

Erdhummel-Mann im Anflug auf letzte Blüte der Scabiosa agrestis
Erdhummel-Mann im Anflug auf letzte Blüte der Scabiosa agrestis. Foto: 10. Oktober.

Je später es im Jahr wurde, um so weniger Besucher kamen. Diese Honigbienen kam zwei Wochen lang täglich zu allen Blüten, die noch zu finden waren. Hier habe ich sie auf der Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) fotografiert, die seit dem 2. Juli durchgehend bis heute blüht.

Honigbiene an Taubenskabiose
Honigbiene auf Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria). Foto: 12. Oktober.

Die von der Herbstsonne angestrahlten Blüten der Tauben-Skabiosen scheinen im Gegenlicht von sich aus zu leuchten und werden zu schwebenden Blütenlämpchen an langen zierlichen Stängeln.

Taubenskabiosen und Grasnelken
Tauben-Skabiosen (Scabiosa columbaria) und Grasnelken (Armeria maritima). Foto: 10. Oktober.

Auch die Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca) blüht nach dem Rückschnitt wieder und schmückt den Wilden Meter auch jetzt noch in den allerletzten Oktobertagen mit Blüten.

Erdhummel auf Gelber Skabiose
Dem Erdhummel-Mann schmeckte auch die Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca).  Foto: 5. Oktober.

Das Wilde Löwenmaul (Antirrhinum majus) ist immer noch mit einigen Blüten im Rennen. Besucher habe ich keine gesehen. Aber auch dieser weiß-rosa Blütenlampenschirm wurde von der Herbstsonne erleuchtet.

Wildes Löwenmaul und Kamille
Wildes Löwenmaul (Antirrhinum majus) im Vordergrund und eine späte Geruchslose Kamille im Hintergrund. Foto: 5. Oktober.

Dieser ausdauernde Nachzügler oder vielleicht auch bereits ein balkoneigener Nachkomme der Geruchslosen Kamille (Matricaria inodora) aus der Saatgutmischung M12 von Syringa blüht auch noch heute. Als späte Besucher habe ich eine Feldwespe und eine Goldfliege beobachtet, siehe die nächsten beiden Bilder.

Feldwespe auf Geruchsloser Kamille (Matricaria inodora)
Feldwespe auf Geruchsloser Kamille (Matricaria inodora). Foto: 10. Oktober.
Goldfliege auf Geruchsloser Kamille
Goldfliege auf Geruchsloser Kamille (Matricaria inodora). Foto: 19. Oktober.

In einen Kasten habe ich Anfang August Phazelien-Samen (Phacelia tanacetifolia) gesät. Die Samen waren schon ein paar Jahre halt, haben noch gekeimt, aber die Pflanzen sind nur zehn Zentimeter hoch geworden, Bonsai-Phacelien. Dem Hummelmann war es egal. Der war nur an den inneren Werten interessiert.

Phazelien mit Erdhummel
Kurzgewachsene Rainfarn-Phazelien (Phacelia tanacetifolia) mit Erdhummel-Mann-Stammgast.

Dieses Jahr zum ersten Mal auf dem Wilden Meter: Pracht-Herbstkrokusse (Crocus speciosus). Ich hatte erwartet, dass sich sämtliche Insekten der Nachbarschaft frohlockend in diesem Blumenkasten einfinden. Nichts da. Die Honigbiene war der einzige Gast und das auch nur ein einziges Mal. Sie kam zwar noch öfter, hat aber dann immer die Blüten der Bergminze oder der Skabiosen vorgezogen. Aber alle 50 Zwiebeln der Gärtnerei Syringa haben Blüten entwickelt und zumindest die Menschenherzen mit ihren leuchtenden Farben erfreut.

Honigbiene im Pracht-Herbstkrokus (Crocus speciosus)
Honigbiene beim Testbesuch im Pracht-Herbstkrokus (Crocus speciosus)

Es ist im Laufe des Oktober wirklich sehr still geworden auf dem Wilden Meter. Kaum noch fliegende Besucher, nicht einmal mehr die Nervensägen von Wespen schauten vorbei, um sich wie noch im September alle zehn Minuten aus der Küche ins Freie tragen zu lassen. Von den wenigen Gästen konnte ich aber noch ein paar fotografieren.

An einem Nachmittag war eine kleine Schwebfliege zu Besuch. Sie flog von Blatt zu Blatt der Ackerglockenblume, verweilte zweitweise länger, wirkte konzentriert und beschäftigt. Leider konnte ich nicht sehen womit. Im Bestimmungsforum meinte jemand, es könnte eine Kleine Schwebfliege (Syrphus vitripennis) sein.

Schwebfliege auf Acker-Glockenblume, 10. Oktober
Schwebfliege bei ihren Geschäften auf einem Acker-Glockenblumen-Blatt. Foto: 10. Oktober.

Zu diesem Besucher habe ich mir noch keine Meinung eingeholt, was die Identität betrifft. Jedenfalls handelt es sich um ein Geschöpf mit sehr hübschen gelb-orange-schwarz geringelten Beinen. Vielleicht einen Wespe?

Hautflügler auf Acker-Glockenblume
Unbestimmter Hautflügler auf Acker-Glockenblume. Foto: 18. Oktober.

In München gibt es laut Bund Naturschutz derzeit 384 Wanzenarten. Die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) wurde von Menschen aus Ostasien nach Europa eingeschleppt, 2007 wurde sie in Zürich das erste Mal nachgewiesen. Auf dem Wilden Meter treibt sie sich herum und hat im Sommer sogar Nachwuchs auf einer Skabiose produziert. Dieses Jahr war witterungsbedingt ein sehr gutes Jahr für die Marmorierte Baumwanze, es gab eine zweite Generation. Im Laufe des Oktobers haben wir auch einige Exemplare auf der Suche nach einem Winterquartier aus der Wohnung wieder nach draußen gebracht. Die Erklärung von Andreas Haselböck, Entomologe am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, lautet: „Dieser Oktober war ja ungewöhnlich warm. Was auch bedeutet, dass Menschen jetzt im Oktober viel länger und häufiger ihre Fenster geöffnet haben, als das an normalen Oktobertagen der Fall wäre. Und die Wanzen sind aufgrund der hohen Temperaturen jetzt noch aktiv, was sie an kühlen Tagen nicht wären. Normalerweise sind im Oktober die meisten Wanzen schon in ihrem Überwinterungsquartier.“ Das betrifft natürlich nur die wenigen Wanzen, die als erwachsene Tiere überwintern.

Marmorierte Baumwanze, 28. September
Eine Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) im Schnappi auf dem Balkontisch. Foto: 28. September.

„Alle Marienkäfer nutzen die letzten Sonnentage, um sich auf ihre Wanderungen in wärmere Regionen Europas zu begeben oder sich hier Überwinterungsplätze zu suchen. (…) Marienkäfer machen es sich am liebsten in Hohlräumen gemütlich, etwa in Mauerritzen oder Dachsparren. Auch Laubhaufen in Gärten sind beliebt zum Überdauern der unfreundlichen Jahreszeit – oft finden sich hier größere Ansammlungen“, schreibt der NABU. Wahrscheinlich war dann auch dieser Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) auf der Suche nach einem Winterquartier.

Marienkäfer auf einer Wildbienen-Nisthilfe
Marienkäfer begutachtet die Röhren der Wildbienen-Nisthilfe aus Eschenholz. Foto: 25. Oktober.

Direkt neben dem Rahmen der Balkontür entdeckte ich mehrere kleine Spinnen von etwa zwei bis drei Millimeter Größe. Im Bestimmungsforum der Arachnologischen Gesellschaft wurden sie als Kugelspinne der Theridion melanurum-Gruppe bestimmt. Bei dem kleinen Spinnchen auf dem nächsten Bild konnte sogar das Geschlecht bestimmt werden.

10 Kugelspinne Theridion melanurum-Gruppe - subadultes Männchen
Kugelspinne Theridion melanurum-Gruppe – subadultes Männchen, 2 mm. Foto: 15. Oktober.

Gestern um 11:00 Uhr waren gleichzeitig mehrere Blaumeisen und Kohlmeisen auf dem Wilden Meter. Ein untrügliches Zeichen, dass der Winter kommt. Fast jeden Tag kommen die Meisentrupps in der kühleren Jahreszeit vorbei, meistens am Vormittag, und suchen gemeinsam nach Futter.

laumeise im Topf der Karthäusernelke
Blaumeise auf dem Topf der Karthäusernelke

 

 


 

Quellen und weiterführende Informationen:

BN-Broschüre: Wanzen in München (2015)

NABU-Website: Marienkäfer

Die komplette Pflanzliste finden Sie unter „Wilde Pflanzen A – Z“

 

 

 

9 Kommentare zu “Balkon-Rundgang im Herbst

  1. Pingback: Martini-Sommer: Blütenrausch, Wespenliebe und eine Leichenschändung – Wilder Meter

  2. Vielen Dank für den informativen Bericht und überhaupt den ganzen tollen Blog!
    Zu der Schwebfliege: Auf meinem Balkon sichte ich bis jetzt ab und an auch noch verschiedene Schwebfliegenarten und habe sie noch Ende Oktober bei der Eiablage beobachtet, vor allem an Kapuzinerkresse und Hopfen. Die Kapuzinerkresse blüht übrigens immer noch, genauso wie Kletterlöwenmäulchen, Prunkwinde, Färberkamille, Schmuckkörbchen, Rotklee und Basilikum. Letzteres wird immer noch vereinzelt von Honigbienen besucht, außerdem verkriechen sich in den höhlenartigen Löwenmäulchenblüten Fliegen.

    • Grüße von Chris aus Augsburg, wollte ich noch sagen… 🙂

      • Hallo Chris, ich freue mich, dass Dir der Blog gefällt! Dankeschön! Und danke für Deinen Balkonbericht. Darüber freue ich mich wirklich sehr, zu erfahren, was auf anderen Balkonen passiert. Dass sich Fliegen in den Löwenmäulchenblüten verkriechen, habe ich noch nirgends gesehen und gelesen! Tolle Beobachtung. Man braucht ja als Insekt einige Kraft, um die Blüten aufzudrücken, sind das dann große, dicke Fliegen? Herzliche Grüße vom Wilden Meter, Katharina

        • Achtung, es sind Kletterlöwenmäulchen, keine „echten“ Löwenmäulchen, bei denen gibt’s nix aufzudrücken 🙂 >>> https://www.bingenheimersaatgut.de/kletterloewenmaeulchen.html. Die Kletterlöwenmäulchen sind zwar nicht heimisch, aber werden sehr gern von Wild- und Honigbienen und eben auch Fliegen (besonders Kaisergoldfliegen) besucht und sind sehr dankbar, was die immer noch anhaltende Blüte betrifft. Außerdem reicht ein kleiner Pott aus, um (gefühlt) meterlange Ranken zu bekommen. Meine Erfahrung ist nur, dass man beim Vorziehen im Frühjahr großzügig aussäen sollte, weil längst nicht alle Samen keimen. Hinterher kann man die Setzlinge dann ruhig zusammenpflanzen, das hat bei mir jedenfalls immer gut geklappt. Viele Grüße!

  3. Wunderbar, dieser Herbst-Rundgang ❣️
    Dankeschön dafür 💚

    Ist denn der wilde Wein auch beliebt bei Insekten?

    • Liebe Marie, ich danke Dir für dein Lob 🙂 Zu Deiner Frage: Der Wilde Wein (Parthenocissus spec.) blüht im Juli und August. Er hat ganz unscheinbare Blüten. Bei meiner Mutter wächst er an einer großen Hauswand, da summt die ganze Wand in der Zeit. Der Wilde Wein hat ein reiches Nektarangebot. Bei mir auf dem Wilden Meter werden die Blüten auch besucht, aber es herrscht nicht so ein großer Andrang wie bei meiner Mutter. Soweit ich das sehen kann, sind es bei meiner Mutter vor allem Honigbienen, wahrscheinlich weil es ein großes Angebot an einem Standort ist. Siehe Website „Die Honigmacher“: „Nur wenn eine ausreichende Tracht vorhanden ist, wird ausgeflogen. Die Bienen sind dabei blütenstet. Spurbienen kundschaften die Tracht aus. Sind viele Blüten vorhanden und enthält der Nektar eine ausreichende Menge an Zucker, so werden die Sammlerinnen aktiviert.“ (https://www.die-honigmacher.de/kurs3/seite_15000.html). Hier findest du eine Broschüre des Bundeslandwirtschaftsministeriums (Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten) mit einer Liste von Blühpflanzen und ihren Nektar- und Pollenwerten: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile.

  4. Wieder schöne Einblicke in den „Wilden Meter“!
    Auf meinem Balkon blühen aktuell noch vereinzelt die Bergminze, Polsterglockenblume, Knäuelglockenblume, Schafgarbe, wildes Stiefmütterchen, wildes Löwenmäulchen, die ein oder andere Kornblume, Zimbelkraut und Strauchbasilikum.
    Das Löwenmäulchen wurde diesen Sommer selten besucht, letzten Sommer konnte ich häufiger Hummeln daran beobachten. Vielleicht gab es diesen Sommer generell weniger Hummeln?
    Ohne wirklich Besucher gezählt zu haben, waren Bergminze und Strauchbasilikum diesen Sommer meine stärksten Bienenmagnete und sehr ausdauernde Blüher sind sie obendrein.

    • Liebe Bettina, vielen Dank für den Bericht von deinem Balkon, sehr interessant. Zu welcher Himmelsrichtung geht dein Balkon? Und in welchem Substrat wachsen sie? Bergminze, Wildes Löwenmaul und Zimbelkraut blühen ja bei mir auch nocht. Meine Knäuelglockenblume blüht immer nur sehr kurz. Im Garten meiner Mutter sind sie auch schon verblüht. Ich hatte letztes Jahr fast keine Hummeln und dieses Jahr ganz viele Steinhummeln und vereinzelt auch Hummeln anderer Arten. Kürzlich war sogar eine superdicke Steinhummel-Jungkönigin an der Bergminze. Wahrscheinlich ist es immer ein bisschen zufällig, ob ein Hummelnest oder mehrere in der Nähe sind, und auch wie reichlich das restliche Blütenangebot in der Nähe noch ist.

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