Ein neuer Gast im Wilden Meter

Auf den Tag genau vor drei Jahren zog in unsere erste selbst gebaute Nisthilfe eine Lehmwespe, sehr wahrscheinlich der Art Ancistrocerus nigricornis. Wir tauften sie „Sabine“. Heute bezog eine dieser solitären Faltenwespen ein Röhrchen in einem Buchenblock auf dem Bürobalkon. Ihre Ur-Enkelin?

Verschiedene Indizien lassen mich glauben, dass es eine Ancistrocerus nigricornis ist. Die Flugzeit im April, zwei körperliche Merkmale, die ich beim Vergrößern der Fotos erkennen kann (schwarze rechteckige Ausbuchtung auf dem ersten Tergit und Antennenschaft mit gelbem Streifen) und ein Blick in die Broschüre „Bienen und Wespen in München“ des BUND („in München mehrfach gefunden und sicher weit verbreitet“). Es könnte sein, dass sie sogar bei uns geschlüpft ist. Vielleicht ist das Wespchen eine Ur-Enkelin unserer Sabine!

Noch ein Frühlingsbild aus dem Zwiebeltopf:

Einer Knospe einer meiner zwei Zierlaucharten, die ich dieses Jahr neu teste: Allium aflatuense und Allium Christophii. Leider habe ich den Topf nicht beschriftet. Ich muss auf die Blüte warten, um zu wissen, welcher es ist.

 

2 Kommentare zu “Ein neuer Gast im Wilden Meter

  1. Eben erst den Blog entdeckt. Tolle Idee, tolle Bilder und Texte. Gefällt mir wirklich sehr gut! Freue mich auf neue Beiträge. ??

  2. Sondlomat

    Toller Beitrag und auch sehr schöne Makro-Aufnahme!
    Ich habe gar nicht gewusst, dass es Wespen in Nisthilfen gibt. Ich kenne nur die Wepsen, die im Sommer auf der Terasse nerven, wenn man seine Limo trinken will.

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