Unter dem Balkon: Baumpflanzarbeiten

Die Bäume waren von Anfang an ein Thema im Arnulfpark. Zuwenige seien es, vor allem auf dem Spielplatz, da würden die Kinder wie Frösche auf heißem Asphalt verschmoren, zu stark verdichteter Boden, Staunässe usw. Es gab Schlagzeilen wie „Baumsterben im Arnulfpark“, „Pfusch am Baum“ oder „Tristesse im Arnulfpark“. Viele Bäume wurden gefällt. Letztes Jahr wurden für die siechen Bäume neue geplanzt und sogar noch ein paar mehr, rund 40 Stück. Am Ende gab es ein schönes Baumfest, das Sabine Ulrich vom Nachbarschaftstreff organisiert hatte. Vor ein paar Wochen wurden unter unserem Balkon in der Marlene-Dietrich-Straße aus für uns nicht ersichtlichen Gründen vier Bäume abgesägt und die Stummel mit gelber Farbe bestrichen. Heute Mittag kamen die Nachfolger.

SZ, Pfusch am Baum, 19. April 2012
Elektrosmog und Baumsterben im Arnulfpark, 29. September 2013
Das Projekt „Arnulfpark“ von Realgrün Landschaftsarchitekten

Eine Bildergeschichte:

Die Ankündigung des Ereignisses.
Einer der vier neuen Bäume nach dem Abladen. Es sind Spitzahornbäume wie ihre Vorgänger.
Baum reinstellen. Pfosten links und Pfosten rechts daneben in die Erde eingraben.
Dabei darf man den Wurzelballen nicht verletzen. Der Stamm ist mit einem Juteband umwickelt, um die Rinde vor zu starken Temperaturschwankungen zu schützen. Die Bäume kommen aus der Städtischen Baumschule in Laim an der Willibaldstraße. Die Ballen sind echte, gewachsene Wurzelballen.
Mit einem Kokosseil und einer erprobten Wickeltechnik wird der frisch eingepflanzte Baum an den Pfosten fixiert.
Das bleibt ein Jahr so, dann kommen Pfosten und Strick weg. Der Strick würde sonst in die Rinde einwachsen.
Das Pflanzen geht schnell und routiniert von der Hand. Dann wird zusammengepackt und aufgeladen.

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